Urban Gardening

Als wir im Herbst 2019 unsere Initiative (unter dem Namen Transition Forchheim) gründeten, interessierten sich einige von uns von Anfang an für urbanes Gärtnern. Beim Urban Gardening geht es darum, in Städten gemeinschaftliche Gartenformen zu gestalten und so die Stadt lebenswerter zu machen. Es trägt zur regionalen Versorgung mit guten Lebensmitteln bei – und das nicht nur im eigenen Garten. Und auch die Bienen finden hier Nahrung, denn sie sind ja sozusagen die Helfer, ohne deren Bestäubungsleistung viele unserer Pflanzen keine Früchte tragen und sich vermehren könnten.

Allerdings dauerte es eine Weile, bis wir eine für Urban Gardening geeignete Fläche fanden. Dies war im Sommer 2020 der Fall, als wir die 40 Beton-Container entdeckten, die in der Konrad-Ott-Straße einen Parkplatz begrenzen. Diese runden Container haben einen Durchmesser von etwa 90 cm und sind ca. 90 cm hoch – also eigentlich ideale Hochbeete. In ihnen wucherte Unkraut und sie wurden auch als Müllablagen missbraucht. „Was für ein trauriger Anblick“, dachte Katrin, als sie das sah, „aber es hat Potenzial“. Kurzentschlossen nahm sie Kontakt zum Parkplatzeigentümer der Weber & Ott AG auf und erläuterte dort ihre Idee. Weber & Ott erklärte sich freundlicherweise sofort dazu bereit, bei der Verwirklichung behilflich zu sein und so auch zur optischen Verschönerung des Bereichs beizutragen: Schläuche zum Gießen und ein Wasseranschluss wurden zugesagt, und so konnte das Projekt im August 2020 starten. Zunächst wurde das Unkraut entfernt und auf dem hinteren Grundstücksteil ein Komposthaufen angelegt. „Damit können wir im Frühjahr frische Nährstoffe in die Beete bringen“, freut sich Elke.

Samen Hoffmann hatte dankenswerterweise gleich einige Radieschen- und Feldsalat-Samen gespendet, die noch im selben Jahr ausgesät und im Herbst geerntet wurden. Im Frühjahr 2021 wurden dann in einem Drittel der Container bienengerechte Blühpflanzen ausgesät und in den anderen wurden verschiedene Gemüse angepflanzt – teilweise wieder aus Spenden von Samen Hoffmann und teilweise aus Frühkulturen von Aktiven. So wurden Erfahrungen gesammelt, was unter den gegebenen Bedingungen wächst und gedeiht und was nicht. „Wir machten gute Erfahrungen u. a. mit Radieschen, Rote Bete, Rettich und Kohlrabi, während sich Brokkoli und andere Kohlarten nicht so gut machten, da sie zu viel Platz beanspruchen“, erläutert Ursula. Und an den Ergebnissen des Urban Gardening darf sich jede:r Vorbeikommende für den eigenen Bedarf bedienen.

Es lohnt sich wirklich, sich diese Anpflanzungen einmal bei einem Spaziergang anzuschauen. Und wer im Frühjahr und Sommer mitmachen möchte, ist herzlich willkommen. Am besten per Mail bei info@forchheim-for-future.de oder telefonisch unter 0151 20561261 melden.

Toll wäre es natürlich, wenn wir in der Stadt – oder auch in Gemeinden im Landkreis – weitere Flächen finden würden, auf denen man Urban Gardening machen kann. Wer da einen Vorschlag hat und mitmachen möchte: Bitte melden!!

Weitere allgemeine Informationen:

Und hier ein paar Fotos:

Juni 2021

Juli 2021

Mai 2021

Juni 2021

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