Der unbewusste Mensch sucht nach seiner Identität im Außen, in Schein-Dingen,
in Konsum, in materieller Genugtuung, in Sex, in Anerkennung und in Statusdenken.
Er kauft Dinge, die er nicht braucht mit Geld, das er nicht hat, um Menschen zu gefallen, die er nicht mag.

Tauschen und Verschenken
als Beitrag zum nachhaltigen, enkeltauglichen Leben

Zum Wegwerfen viel zu schade!

Wenn man sieht, was alles im Müllcontainer oder Sperrmüll landet, so ist das schon erschreckend, denn vieles davon ist noch in Ordnung und verwendbar. Zur Herstellung all dieser Dinge wurden Ressourcen und Energie verbraucht, und jetzt sollen sie (wieder mit Energieaufwand) vernichtet werden.

Da fragt man sich schon:

  • Muss gut erhaltene Kleidung wirklich in den Müll, nur weil sie angeblich nicht mehr „in“ ist?
  • Braucht man alle paar Jahre neues Mobiliar?
  • Braucht man wirklich immer mehr und immer die neueste Technik, um mit anderen mithalten zu können?
  • Muss man wirklich immer alles neu kaufen?

Großes Interesse beim Verschenke-Basar

Der letzte Verschenke-Basar am 24.04. stieß auf großes Interesse. Dabei konnten Menschen, die noch gebrauchsfähige Dinge selbst nicht mehr brauchen, diese kostenlos verschenken an andere Menschen, die diese Gegenstände haben möchten. So wurde nicht nur Müll vermieden, sondern es wurden auch Ressourcen gespart, weil viele Dinge „ein zweites Leben“ bekommen. 20 Verschenkende breiteten auf den Tischen ein reichhaltiges Angebot aus. Unter denen, die sich für die Dinge interessierten, waren auch viele Flüchtlinge aus der Ukraine. „Unsere Hoffnung, dass diese Menschen im Verschenke-Basar einiges finden, was sie gut gebrauchen können, hat sich erfüllt“, erklärt Kathrin Reif, die Leiterin des Bürgerzentrums. Am Ende waren die Verschenke-Tische fast leer und die Verschenkenden mussten nur wenige Dinge wieder nach Hause tragen.
Parallel zum Verschenken wurde im Nebenraum Kaffee und von Ehrenamtlichen gespendeter Kuchen auf Spendenbasis angeboten und so die Möglichkeit zu Gesprächen und Austausch geboten. Auch dieses Angebot wurde gerne genutzt.

Unser nächster Verschenke-Basar wird im Oktober 2022 im Bürgerzentrum Mehrgenerationenhaus, Paul-Keller-Str. 17, 91301 Forchheim stattfinden. Das genaue Datum sowie Uhrzeit werden noch bekannt gegeben. Noch gut erhaltene Sachen, die selbst nicht mehr benötigt werden, können an diesem Nachmittag bei Kaffee und Kuchen verschenkt werden, z.B. Haushaltswaren, Spielsachen, Dekoartikel, (Kinder)kleidung, aktuelle Literatur etc. Übrig Gebliebenes muss am Ende wieder selbst mitgenommen werden.

Eine Anmeldung für Personen, die Ware auslegen möchten, ist notwendig! Tel. 09191-6 15 52 87

Unser maßloser Konsum, der Mensch und Natur zugrunde richtet, und die Gier nach immer mehr ist weder zukunftstauglich noch nachhaltig und zeitgemäß. Manches ist vielleicht kaputt gegangen – das kann man im Reparatur-Café versuchen reparieren zu lassen. Vieles hat sich auch im Laufe der Jahre angesammelt, wird aber nicht mehr gebraucht oder benutzt, z. B. das Teeservice oder der Raclette-Grill oder Kleidung passt einfach nicht mehr. Manches hat man vielleicht auch aus guter Absicht heraus doppelt geschenkt bekommen.

Wegwerfen? Auf keinen Fall!
Tauschen oder Verschenken sind echte Alternativen!

Bereits in den 1970er Jahren begannen Kleidersammlungen durch das Rote Kreuz und andere und Flohmärkte und Second-Hand-Läden kamen in den 1980er Jahren hinzu. Und etwa seit 2000 gibt es Internetplattformen, auf denen man gebrauchte Waren aller Art verkaufen oder verschenken kann. In einigen Städten gibt es auch sogenannte „Umsonstläden“, in denen gespendete Artikel kostenlos abgegeben werden.

Welche Möglichkeiten gibt es hier vor Ort in Forchheim und Umgebung?

  • Regelmäßig (sofern Corona das nicht verhindert), d.h. derzeit zweimal jährlich (im Frühjahr und Herbst), findet im Bürgerzentrum Mehrgenerationenhaus ein Verschenke-Basar statt. Das genaue Datum für’s nächste Mal steht noch nicht fest, wird aber im Newsletter bekannt gegeben.
  • Im Verschenkmarkt des Landratsamtes gibt es die Kategorien „Verschenken“ für Dinge, die man umsonst abgeben möchte, „Tauschen“, wenn man einen kleinen Gegenwert haben möchte, „Second Hand“, für den Verkauf von Gegenständen, „Suchen“, wenn man etwas Bestimmtes sucht sowie „Verleihen“ und „Reparieren“, wobei die letzten beiden bisher kaum genutzt werden.
  • Umsonstladen Baiersdorf,  Hauptstraße 46, 91093 Baiersdorf
  • Umsonstladen Bamberg, Umsonstladen Mosaik, Pfisterstraße 2, 96050 Bamberg
  • Umsonstflohmarkt Bayreuth, im Rahmen von TransitionHaus Bayreuth
  • AWO Bücherbasar, Klosterstraße 19, 91301 Forchheim. Öffnungszeiten siehe Webseite
  • SecondhandGuide – Mode, Möbel, Musik, Bücher, Kindersachen & Vintage in Mittelfranken
  • Leila – der Leihladen im Transition-Haus Bayreuth: Hier werden Gegenstände wie in einer Bibliothek aufbewahrt und verliehen.
  • www.tauschgnom.de – die kostenlose Tauschbörse
  • Tauschticket – die Tauschbörse
  • In fast jedem Ort gibt es Altkleidercontainer. Dabei möglichst solche von gemeinnützigen Vereinen nehmen, dann wird auch noch ein guter Zweck gefördert.
  • In manchen Orten gibt es Bücherschränke, in die man gelesene Bücher einstellen und andere zum Lesen entnehmen kann.
  • Gartengeräte und Ähnliches, was man nur selten braucht, bei Nachbarn oder Freunden ausleihen oder ihnen verleihen.
  • Auftragen ist eine Initiative, die eine Bewegung initiieren will, um Menschen anzuregen, Kleidung nachhaltig nutzen und so einen Beitrag zur CO²-Neutralität zu leisten und die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren.
  • Wohindamit ist eine Plattform, die dabei helfen will, dass willige Sachspender und soziale Einrichtungen, die Sachspenden gut gebrauchen können, leichter zueinander finden.

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